Ein sehr wichtiger Sinn für
den Hund ist das Gehör. Beim Hund sind
die Ohrmuscheln beweglich, so dass sie wie Radarantennen auf die
Schallquelle gerichtet werden können. Durch das äussere Ohr nimmt der Hund den
Schall wie ein Trichter zum Mittelohr auf. Das Mittelohr ist der Resonanzkörper,
der beim Kontakt mit den Schallwellen das Trommelfell vibrieren lässt und wie
ein Hebelsystem die drei Knöchelchen (Hammer, Steigbügel und Amboss) in der
Paukenhöhle überträgt. Sie verstärken die Töne und übertragen sie ans
Innenohr. Die starken Vibrationen werden gleichzeitig gedämpft, weil die Gehörknöchelchen
nur eine begrenzte Schwingweite haben. Im Innenohr leitet die Schnecke die
aufgenommenen Schwingungen in Schallwellen um. Als Nerveninformationen gelangen
sie weiter ins Gehirn.
Der Hund ist in der Lage, Töne von 60 bis sogar 100'000 Schwingungen pro Sekunde (Hz) aufzunehmen, so dass er auch die hohen Töne im Ultraschallbereich, zum Beispiel die Hundepfeife hört. Das menschliche Gehör liegt mit einer Aufnahmekapazität von ca. 16 bis knapp 20'000 Schwingungen pro Sekunde (Hz) weit darunter.